Bellinger Warte

30029005605_c37bd3f1b3_zDie Bellinger Warte, südöstlich von Steinau gelegen, gehört mit der südlich von Steinau gelegenen Seidenröther Warte, der westlich gelegenen Marborner Warte und der nördlich gelegenen Ohlwarte zu den außerhalb der Stadtmauer gelegenen „vorgezogenen mittelalterlichen Befestigungsanlagen“ der Stadt Steinau an der Straße, welche aus „der Landwehr“ und sogenannten „Schlägen“, (Durchlässen/Toren) bestanden und die Funktion eines „Frühwarnsystems“ hatten.

Die Ersterwähnung der Marborner Warte war im Jahr 1319. Jedoch dürften die vier Steinauer Warten alle etwa das gleiche Alter haben und waren alle nach dem gleichen Muster gebaut. Ein Rundturm aus anliegendem Gestein mit ca. 2,40 m Durchmesser und 40 cm dickem Mauerwerk mit einer Höhe von rund 8 m. Alle Warten besaßen Sichtkontakt untereinander und zu dem Schlossturm. Während die Warten nicht ständig besetzt waren, handelte es sich bei dem Bergfried des Schlosses um die Wohn- und Arbeitsstätte des Türmers (Wächter) der die Aufgabe hatte, die Einwohner vor Gefahren zu warnen.

Wiederaufbau

Die Bellinger Warte, an der Sie sich hier befinden und die in den 1930er Jahren noch begehbar war, wurde im Jahr 1959 wegen Baufälligkeit abgebrochen und in den Jahren 1964 und 1965 durch die Steinauer Firm Wilhelm Schmidt in der heutigen Form wiedererrichtet und begehbar gemacht. Die Plattform befindet sich auf genau 350 m über NN.

Quelle: Aushang Bellinger Warte

 

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